Schulnahe Jugendbildung

Gedenkstättenfahrten

Studienfahrten zu Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts und virtuelle Gedenkstättenbesuche sollen jungen Menschen ermöglichen, sich mit den Grauen des Nationalsozialismus und der totalitären Herrschaft sowie ihren Folgen auseinanderzusetzen.

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Gedenkstätte Grafeneck

Im Rahmen des Landesjugendplans fördert das Land Baden-Württemberg seit 1989 Studienfahrten zu Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts mit bis zu 50 Prozent der förderfähigen Fahrtkosten. Die Fahrten sollen jungen Menschen ermöglichen, sich mit den Grauen des Nationalsozialismus und der totalitären Herrschaft und ihrer Folgen auseinanderzusetzen.

Fahrten zu Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts

Die Förderung der Studienfahrten dient dazu, Schulklassen und Jugendgruppen die Möglichkeit zu geben, die Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts vor allem in Baden-Württemberg zu besuchen. Fahrten zu anderen, insbesondere weiter entfernt gelegenen Gedenkstätten, können bei Vorliegen besonderer Gründe bezuschusst werden.

2024 wurden 530 Fahrten mit über 38.000 Jugendlichen und deren Begleitlehrkräften mit einem Gesamtbetrag von über 450.000 Euro gefördert. Die überwiegende Anzahl der Projekte wird von schulischen Gruppen durchgeführt.
Förderanträge können ganzjährig sechs Wochen vor der Studienfahrt an das jeweils zuständige Regierungspräsidium gerichtet werden.

Aktuelle Informationen über Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts erhalten Sie über die Internetseite der Landeszentrale für politische Bildung (Gedenkstättenreferat) und den Landesbildungsserver.

Die Formulare für die Beantragung und den Verwendungsnachweis finden Sie ebenso wie die Teilnehmerlisten im Bereich Service unter „Anträge für Maßnahmen zur Förderung der Jugendbildung“.

Virtuelle Gedenkstättenbesuche in Auschwitz-Birkenau

Baden-Württemberg hat die Empfehlungen der 5. Bildungsministerkonferenz umgesetzt und seit dem 27. Januar 2026 ein Angebot an virtuellen Führungen durch die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau für Schulen eingerichtet.

Dieses innovative Projekt soll die Aufarbeitung des nationalsozialistischen Unrechts im Unterricht sinnvoll ergänzen und den Schulen einen unmittelbaren und wirkungsvollen Eindruck in den Schrecken und das Unrecht des nationalsozialistischen Regimes vermitteln.

Erinnern und Begreifen gibt unseren nachwachsenden Generationen die Möglichkeit, aufkeimende Bedrohungen zu erkennen und sich dieser entgegenzustellen. Gemeinsam mit der Auschwitz-Birkenau Foundation – der ich für dieses innovative Angebot und die hervorragende Zusammenarbeit danke – ermöglichen wir unseren Schulen durch die virtuellen Führungen durch die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau dieses erschütternde Begreifen.
Kultusministerin Theresa Schopper

Unter dem Motto „Auschwitz. In Front of Your Eyes“ bietet die Stiftung Auschwitz-Birkenau in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau digitale zweistündige Live-Führungen durch deutschsprachige Guides an, bei denen neben historischen Einspielern auch Zeitzeugenberichte und interaktive Elemente gezeigt werden. Zudem besteht Raum für Fragen und Austausch mit dem Guide.

Das Kultusministerium ermöglicht in 2026 insgesamt bis zu 50 weiterführenden Schulen eine kostenfreie Buchung im Rahmen des neuen Modellprojektes. Die Führung richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren bzw. ab Klasse 8.

Anmeldungen für eine der 50 virtuellen Führungen können von öffentlichen und privaten Schulen ganz einfach hier vorgenommen werden:

Die Schulen erhalten im Anschluss einen Buchungscode vom Kultusministerium, mit dem sie ihre Führung eigenständig und kostenfrei bei der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau terminieren und buchen können. An einer Führung können mehrere Klassen einer Schule parallel teilnehmen. Die Abrechnung der Kosten übernimmt das Kultusministerium für die Schulen.

Die virtuellen Führungen sind im Unterricht analog zu physischen Gedenkstättenfahrten altersgerecht pädagogisch vor- und nachzubereiten. Sie stellen eine wertvolle und innovative Ergänzung in der historisch-kulturellen Bildung in Baden-Württemberg dar.

Weitere Informationen zu den virtuellen Gedenkstättenführungen finden Sie in folgendem Video (englisch):

Schülerinnen und Schüler unterhalten sich an einem Tisch in einer Bibliothek.
Schulnahe Jugendbildung

Demokratiebudget

Das Demokratiebudget des Kultusministeriums für die öffentlichen allgemein bildenden und beruflichen Schulen soll die Demokratiebildung auch außerhalb des Unterrichts stärken.

Jugendliche in einem Aufnahmeraum mit Videoequipment und Greenscreen
Schulnahe Jugendbildung

Medienbildung Jugendlicher

Das Kultusministerium fördert im Bereich der Medienbildung Jugendlicher zahlreiche Projekte.

Jugendliche sitzen gemeinsam an einem runden Tisch und diskutieren. Vor ihnen liegen verschiedene Dokumente.
Schulnahe Jugendbildung

Politische Bildung Jugendlicher und Partizipation

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in allen sie betreffenden gesellschaftlichen Bereichen ist eine Aufgabe, die alle politischen Ressorts betrifft.

Kinder und eine Lehrerin mit Malutensilien an einem Tisch
Schulnahe Jugendbildung

Kulturelle Jugendbildung

Kulturelle Bildung erschließt jungen Menschen die Teilhabe am kulturellen Leben.

Kinder spielen Tischtennis
Schulnahe Jugendbildung

Sportjugend

Die Sportjugend ist der mitgliederstärkste Jugendverband in Baden-Württemberg und regional breit aufgestellt.

Jugendliche mit Tablets und Büchern
Schulnahe Jugendbildung

Jugendbildungsakademien Baden-Württemberg

Die Jugendbildungsakademien fördern seit Jahrzehnten mit vielfältigen Angeboten den Kompetenzerwerb und das Engagement junger Menschen.

Technology At Break Time
Schülermentorenprogramme

Schülermentorenprogramme

Seit dem Schuljahr 1994/1995 werden in Baden-Württemberg Schülerinnen und Schüler zu „Schülermentoren“ ausgebildet. Seitdem wurden die Anzahl der Ausbildungsplätze und die Mentorenprogramme stetig ausgeweitet.

Vier lächelnde Jugendliche mit Dokumentenmappen
Schulnahe Jugendbildung

Qualipass

Mit dem Qualipass können Jugendliche ihre Praxiserfahrungen aus ganz unterschiedlichen Lernorten sammeln und nachweisen.

Eine Gruppe sitzt in einer Besprechung zusammen. Im Bild sind nur die unteren Körperhälften und die Arme und Hände zu sehen.
Schulnahe Jugendbildung

Bildungsmaßnahmen über Drogenbekämpfung und ähnliche Gefährdungen der Jugend

Aus Mitteln des Kultusministeriums können schulische und außerschulische Bildungsprojekte, die sich mit Drogenbekämpfung und Gefährdungen der Jugend beschäftigen, bezuschusst werden.

Gedenkstätte Grafeneck
Schulnahe Jugendbildung

Gedenkstättenfahrten

Gedenkstättenbesuche sollen jungen Menschen ermöglichen, sich mit den Grauen des Nationalsozialismus und der totalitären Herrschaft sowie ihren Folgen auseinanderzusetzen.