In der Gemeinschaftsschule lernen die Schülerinnen und Schüler auf unterschiedlichen Niveaustufen. Diese können sich von Fach zu Fach unterscheiden. Erst im Abschlussjahr der Sekundarstufe I, d. h. im neunten oder zehnten Schuljahr, lernen sie über alle Fächer hinweg einheitlich nach den Bildungsstandards des angestrebten Bildungsabschlusses. Dabei führt das grundlegende Niveau (Niveau G) zum Hauptschulabschluss, der am Ende von Klassenstufe 9 oder 10 abgelegt werden kann und das mittlere Niveau (Niveau M) zum Realschulabschluss, der am Ende von Klassenstufe 10 abgelegt wird. Das erweiterte Niveau (Niveau E) führt zum Abitur, das über eine gymnasiale Oberstufe an einer Gemeinschaftsschule, einem allgemein bildenden oder einem beruflichen Gymnasium erreicht werden kann. Das verpflichtend in Klassenstufe 8 und 9 durchgeführte Beratungsverfahren zur Schullaufbahnentscheidung unterstützt die Eltern dabei, den passenden Schulabschluss für ihr Kind zu finden.
Im Schullaufbahnberatungsgespräch wird zwischen den zuständigen Lehrkräften und den Erziehungsberechtigten sowie den Schülerinnen und Schülern mögliche Bildungsabschlüsse und Anschlussmöglichkeiten thematisiert. Dabei werden der Lernentwicklungsbericht des Halbjahres bzw. das Halbjahreszeugnis, die individuellen Lernfortschritte des Kindes, das Lernverhalten, das beispielsweise auch im Lerntagebuch dokumentiert ist, aber auch weitere dokumentierte Erkenntnisse hinzugezogen. Auch Aspekte der Berufs- und Studienorientierung werden berücksichtigt.

















