Qualitätsentwicklung bezieht sich auf den schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrag und fokussiert auf den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern. In diesem Prozess gilt es, Anstrengungen gezielt zu bündeln und die schulischen Ziele engagiert anzugehen.
Verschiedene Bildungsstudien und Leistungsvergleiche zeigen den dringenden Handlungsbedarf bei der Qualitätsverbesserung von Unterricht und Schule in Baden-Württemberg.
Um die Qualität unserer Bildung im Land zu stärken, hat sich Baden-Württemberg auf den Weg gemacht, die systematische datengestützte Qualitätsentwicklung auf- und auszubauen. Diese soll dazu beitragen, qualitätsrelevante Bereiche im Bildungssystem kontinuierlich zu analysieren und laufend zu verbessern.
Datengestützte Qualitätsentwicklung berücksichtigt empirisch gewonnene Daten mit dem Ziel, eine konkrete, abgesicherte Grundlage für Maßnahmen der Schul- und Unterrichtsentwicklung einzelner Schulen, aber auch für die Weiterentwicklung und Steuerung des Bildungssystems insgesamt, bereitzustellen.
Davon profitieren Schulen, Lehrkräfte und vor allem auch die Kinder und Jugendlichen, bei denen besser identifiziert werden kann, wo sie stehen und in welchen Bereichen besondere Unterstützungsleistungen benötigt werden.
In Baden-Württemberg stehen insbesondere drei Elemente im Sinne der Qualitätsentwicklung zur Verfügung: Der Referenzrahmen Schulqualität, Statusgespräche mit Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen Schulen und Schulaufsicht sowie zugrundeliegende Daten, die im Schuldatenblatt gebündelt dargestellt sind. Das Land hat sich bei der Entwicklung dieser Elemente an national wie international erfolgreichen Konzepten orientiert. An beruflichen Schulen ist eine systematische datengestützte Qualitätsentwicklung bereits im Konzept der operativ eigenständigen Schule angelegt, das ständig weiterentwickelt wird.