Lernstandserhebungen VERA 3 und VERA 8
Seit dem Schuljahr 2008/2009 beteiligt sich Baden-Württemberg an den bundesweit eingesetzten Verfahren VERA 3 und seit 2015/2016 an VERA 8. Beide Verfahren orientieren sich an den von der Kultusministerkonferenz verabschiedeten Bildungsstandards und den dazu entwickelten Kompetenzstufenmodellen.
Die Ergebnisse der Lernstandserhebungen sollen – neben weiteren Daten – von den Schulen systematisch und zielgerichtet für die innerschulische Qualitäts- und Unterrichtsentwicklung genutzt werden. Durch eine kritisch-reflexive und zugleich wertschätzende Kultur des Umgangs mit den Ergebnisrückmeldungen dienen sie der Verbesserung von Schule und Unterricht.
Im Rahmen von VERA 3 werden einzelne ausgewählte Kompetenzbereiche in den Fächern Deutsch und Mathematik überprüft. Dem gegenüber umfasst VERA 8 zusätzlich die Fächer Englisch oder Französisch. Die Ergebnisrückmeldungen liefern Erkenntnisse über den Lernstand der Schülerinnen und Schüler zum Testzeitpunkt.
Die Arbeiten werden länderübergreifend vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB), Berlin entwickelt.
VERA eignet sich nicht als Grundlage für Übergangs- bzw. Schullaufbahnempfehlungen, da VERA bezogen auf den einzelnen Schüler / die einzelne Schülerin keine zuverlässige Prognose zum weiteren Schulerfolg liefert.
Mit der operativen Durchführung für das Land Baden-Württemberg wurde das Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) vom Kultusministerium beauftragt.
Lernstand 2, Lernstand 5 und Lernstand 7
In Baden-Württembergeine werden neben den bundesweiten Lernstandserhebungen „VERA“ die empirisch und fachdidaktisch abgesicherten Lernstandserhebungen „Lernstand 2“ und „Lernstand 5" durchgeführt. „Lernstand 7“ wird im Schuljahr 2026/2027 erstmalig freiwillig angeboten, im darauffolgenden Schuljahr erfolgt die Verpflichtung.
Im Rahmen von „Lernstand 2“ werden wichtige Basiskompetenzen in den Fächern Deutsch und Mathematik überprüft, die für zukünftiges Lernen besonders relevant sind. „Lernstand 2“ unterstützt die Lehrkräfte darin, den Lernstand ihrer Schülerinnen und Schüler in den untersuchten Kompetenzen zu diagnostizieren, um entsprechenden Lernbedarf früh zu erkennen und eine Förderung einzuleiten.
„Lernstand 5“ ist am Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe angesiedelt, und basiert auf den bundesweiten Standards der Primarstufe in Klasse 4. Auch hier wird – analog zu Lernstand 2 – der Schwerpunkt auf die Diagnose und Förderung von Basiskompetenzen gelegt, welche für das Weiterlernen in der Sekundarstufe relevant sind. Aufbauend auf den Ergebnissen von „Lernstand 5“ kann zu Beginn des neuen Bildungsabschnitts eine Förderung diagnosegeleitet, d. h. passgenau und zielgerichtet, erfolgen.
Mit „Lernstand 7“ werden die Schulen am Übergang von der Orientierungsstufe in die 7. Klasse mit einem entsprechenden Diagnoseinstrument unterstützt. Die Konzeptionen aus Lernstand 2 und insbesondere Lernstand 5 werden fortgeführt: Es werden Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik getestet sowie passende Förderhinweise bereitgestellt.
Mit der Entwicklung und Durchführung von Lernstand 2, Lernstand 5 und Lernstand 7 wurde das Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) vom Kultusministerium beauftragt.
Sämtliche Lernstandserhebungen werden nicht benotet.
Weiterführende Links:
Lernstand 2
Lernstand 5
Lernstand 7
VERA 3
VERA 8