Frühe Bildung

Verbindliches kostenfreies Kita-Jahr: Runder Tisch zum Auftakt in Stuttgart

Das Kultusministerium hatte alle Beteiligten aus dem frühkindlichen Bereich zum Auftakt eines Runden Tisches zur Einführung eines verbindlichen, beitragsfreien letzten Kita-Jahres eingeladen.

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An mehreren Tischen sitzen viele Männer und Frauen.

Die Einführung eines verbindlichen und kostenfreien letzten Kindergartenjahres mit obligatorischen Bildungsinhalten im Wege eines Vorziehens der Schulpflicht ist ein zentrales Vorhaben im Koalitionsvertrag in dieser Legislaturperiode. Zum Auftakt am Dienstag (28. Juli) hatte das Kultusministerium alle Beteiligten aus dem frühkindlichen Bereich zu einem Runden Tisch eingeladen: 67 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Kommunen und von anderen Kita-Trägern, Vertreterinnen und Vertreter der Erzieherinnen und Erzieher und der Eltern, Experten aus der Praxis wie aus der Wissenschaft und die Bildungsgewerkschaften sind hierzu ins Kultusministerium gekommen.

Kultusminister Andreas Jung steckte zu Beginn die Aufgabe ab: „Die Kleinsten sind unsere größte Aufgabe. In den ersten Jahren werden die Weichen für einen erfolgreichen Bildungsweg und für ein geglücktes Leben gestellt. Es darf uns nicht ruhen lassen, dass rund ein Drittel der Kinder bei der Einschulung nicht gut genug Deutsch sprechen. Hier können wir auf wichtige Initiativen wie ‚SprachFit‘ aufbauen. Wir müssen die Umsetzung weiter verbessern und darüber hinaus weitere Anstrengung unternehmen. Wir gehen der Frage nach, wie wir noch früher und noch mehr für die bestmögliche Förderung der Kinder tun können. Es gilt deshalb nun, in einem breiten Dialog mit allen Beteiligten zu klären, wie das Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag eines verbindlichen und kostenfreien letzten Kindergartenjahres bestmöglich umgesetzt werden kann.“

In der Veranstaltung im Kultusministerium kamen in der Folge die Akteure mit eigenen Beiträgen zu Wort. Geprägt wurde die Diskussion insbesondere von rechtlichen Themen, Finanzen, Fachkräften und Personalressourcen sowie Fragen der praktischen Umsetzung.

Das Fazit des Kultusministers am Ende der Veranstaltung: „Erfahrungen und Erwartungen wurden breit eingebracht. Das gilt es jetzt zu strukturieren, um das Vorhaben dann aufbauend auf dem Orientierungsplan Schritt für Schritt umzusetzen. Alles ist dabei darauf auszurichten, wie wir unsere Kinder mit bestmöglicher frühkindlicher Bildung und Förderung noch besser auf den Schulstart vorbereiten und den Übergang in die Grundschule gut gestalten.“

Das Kultusministerium wird die einzelnen Positionen nun auswerten und daraus einen weiteren Fahrplan für die nächsten Schritte ableiten.

Liste der teilnehmenden Institutionen (PDF)